Es gibt abweichende Darstellungen wie es zu dem Namen KAKABELLE kam. Eines ist jedoch sicher: Das heutige Bier ist von hervorragendem Geschmack und entsprechend bekömmlich!
"Kardinal Raimund Peraudi, 1503"
Produktion und Vertrieb von alkoholhaltigen Erfrischungsgetränken haben eine lange Tradition in Eckernförde. Bereits im 15./16. Jahrhundert war das weithin bekannte und beliebte Bier mit dem unaussprechlichen Namen "Quackeltheiß" ein echter Exportschlager, denn es schmeckte nicht nur gut, es war auch verdauungsfördernd.
Selbst am königlichen Hof in Kopenhagen wurde es getrunken. Auch dem päpstlichen Legaten,
Kardinal Raimund Peraudi, wurde bei seinem Besuch im Jahre 1503 der süffige Gerstensaft kredenzt,
der es ob seiner abführenden Wirkung als "caca bellam" lobte.
Der Graben, der der Stadt und den Brauereien von den Hügeln im Süden das Wasser zuführte, nannte der Volksmund daraufhin Kakabelle und das Bier, das von nun an "Kakabillenbier" hieß, fand neugierige Käufer in allen Kneipen des Landes. Heute erinnert auch noch der Kakabellenweg in Eckernförde an das sagenhafte Bier.
Reinheitsgebot
Im Jahre 1487 wurde in München die erste bis heute noch gültige Lebensmittel-Vorschrift der Welt eingeführt:
Das Reinheitsgebot.
Einige Jahre später folgte dann die Bekräftigung durch das bayerische Reinheitsgebot,
das bis heute noch Gültigkeit besitzt:
Herzog Wilhelm IV. von Bayern erließ am 23. April 1516 ein Gesetz, das den Brauern vorschrieb,
Bier ausschließlich aus Gerste, Hopfen, Malz und Wasser herzustellen. Inzwischen ist noch die Hefe dazugekommen, deren Wirkung 1516/17 noch nicht bekannt war; man wusste aber, dass die Luft Hefesporen enthielt, die damals zum Brauen von Bier ausreichend erschienen.
Neuere Forscher gehen davon aus, dass Herzog Wilhelm 1516 das Gesetz erließ, um den Bauern den Gebrauch von Roggen und Weizen zum Brauen zu verbieten, um genügend Brot vorrätig zu haben.